Kulinarische Reise durch die Toskana        
   
Road-Trip durch den Magen – Kulinarische Reise durch die Toskana
Sie ist eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Italien: > die Toskana. Nicht nur lockt die Region jährlich etwa 6 Millionen Besucher mit seinen UNESCO-Welterbestätten, seiner einzigartigen Architektur und seiner Kunst, sondern auch mit seiner Küche. Egal, ob traditionell, modern oder auch italienische Klassiker: für Feinschmecker ist die Toskana auf jeden Fall eine Reise wert. Die Region bietet nämlich eine ganze Reihe an Leckereien, wie beispielsweise Olivenöl, Schokolade, Pecorino,Trüffel oder den Chianti-Wein.

Wir haben eine Route mit wichtigen Zielen für Sie zusammengestellt.

Ein Trip durch die Wiege der Renaissance
Am besten erkundet man die kulinarische Landschaft der Toskana auf vier Rädern. Hier empfiehlt es sich bereits am Flughafen oder besser schon von zuhause > ein Auto zu mieten und sich dann direkt auf den Weg zu machen. Achtung, > der italienische Straßenverkehr kann in den Städten manchmal ziemlich unübersichtlich sein. Deshalb sollten Sie dort möglichst die öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen und das Auto auf einem Park-and-Ride-Parkplatz stehenlassen.

Wer nicht unbedingt in der Stadt wohnen möchte, der kann auch außerhalb der Orte ein > Ferienhaus mieten. Der Vorteil dabei ist natürlich, dass man selbst auch etwas kochen kann, wenn die Küche entsprechend ausgestattet ist.

Unsere Route führt über Teile der altertümlichen Frankenstraße und deckt wichtige Hot-Spots auf unserer Reise ab: Florenz – San Gimignano – Volterra – Monterggioni – Siena – Bagno Vignoni.

Tag 1

Mit all seinen Sehenswürdigkeiten, wie der Kathedrale Santa Maria Del Fiore könnte man wirklich einige Tage in > Florenz, dem Zentrum der Renaissance, verbringen. Auch kulinarisch bietet die Stadt einiges an Spezialitäten. Besonders beliebt ist das Brötchen mit Lampredotto, einem Gericht aus Rindermagen, eine Ribollita Suppe oder ein Steak nach Florentiner Art. Dabei handelt es sich um ein gegrilltes T-Bone Steak vom Jungochsen der Rinderrasse Chianina. Stilecht gibt es dazu ein Glas Chianti.


San Gimignano
San Gimignano, das "Manhatten des Mittelalters"

Knapp 60 Kilometer südwestlich von Florenz kehren wir in > San Gimingnano ein. Der gesamte Stadtkern mit seiner beeindruckenden Architektur aus dem 14. Jahrhundert ist zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden. Nicht nur deswegen lohnt sich ein Besuch in dem Städtchen, sondern auch wegen einem ganz bestimmten Restaurant. Das „Perucà“ ist berühmt für seine Ravioli, gefüllt mit Birnen und Pecorino, in einer Safransoße mit Pinienkernen und noch mehr Käse. Passend dazu gibt es ein Glas Vernaccia di San Gimingnano.

Tag 2

Zum Frühstück zieht es uns wieder weiter. Nach einer 45-Minuten langen Fahrt kommen wir in Volterra an. Das kleine Städtchen gehört zur > Provinz Pisa und verzaubert uns mit seiner mittelalterlichen Bauweise. Kulinarisch kann man sich auf jeden Fall auf die Zuppa di Volterra verlassen oder man probiert sich durch verschiedene Käsesorten.

Keine Zeit verlieren, denn zum Mittagessen wollen wir nach Monteriggioni. In diesem Ort mit komplett erhaltener Stadtmauer wurden schon mehrere Kinofilme gedreht, wie zum Beispiel „Gladiator“ oder „Der englische Patient“. Eine Stärkung gönnen wir uns hier im Restaurand L’Antico Travaglio. Hier stärken wir uns mit leckeren Pappardelle mit Chianina Ragù, einer Hackfleischsoße, die an Bolognese erinnert.

Monteriggioni
Auf der Piazza Roma in Monteriggioni


Zum Abend kehren wir in > Siena ein und schlendern über den Markt. Dort decken wir uns mit regionalen Produkten, erntefrischen Früchten und hausgemachten Spezialitäten ein. Die Nacht möchten wir nämlich in einem Ferienhaus in der Nähe der Stadt verbringen und uns selber unser traditionell toskanisches Abendessen zubereiten. Wir haben uns dazu entschieden, den Tag mit einem klassischen Panzanella ausklingen zulassen. Dabei handelt es sich um einen toskanischen Brotsalat. Dazu kaufen wir für 4 Personen:
-300 g Fladenbrot
-10 EL Rotwein-Essig
-3 Zehen Knoblauch
-3 TL Senf
-Salz
-Pfeffer
-Zucker
-4 Frühlingszwiebeln
-4 Tomaten
-1 Salatgurke
-frischer Basilikum

Das Brot wird in Stücke geschnitten und in etwa 100 ml Wasser und der Hälfte des Essigs eingeweicht.
Für das Dressing werden die Knoblauchzehen fein gehackt und mit dem restlichen Essig, dem Senf, Salz, Pfeffer und dem Zucker vermischt.
Die Frühlingszwiebeln, die Gurken und die Tomaten werden gewaschen, geputzt und klein geschnitten.
Das eingeweichte Brot wird ausgedrückt, sodass die Flüssigkeit fast komplett austritt.
Im Anschluss werden alle Zutaten miteinander vermischt und das Dressing dazu gegeben. Der fertige Salat muss dann noch etwas durchziehen. Vor dem Servieren wird der Panzanella noch mit dem Basilikum bestreut.

Tipp: bei manchen Rezepten wird das Brot in Stücken in Olivenöl angeröstet und dann in den Salat gegeben. Das verleiht dem Panzanella noch einen schönen Biss.

Tag 3

Direkt nach dem Aufwachen geht es für uns hungrig weiter. Wir fahren zum Dorf > Bagno Vignoni. Der Ort zieht viele Touristen und andere Besucher wegen seiner heißen Quellen. Neben dem thermalen Badespaß kann man auch kulinarisch viel erleben. Wir frühstücken im La Bottega di Cacio. Das kleine Lokal bietet genau das Richtige dazu. Hier bekommt man alles, von Pecorino-Käse, über Wildschweinwurst bis hin zur selbstgemachten Marmelade.

Bagno Vignoni
Das riesige mittelalterliche Thermalbecken in Bagno Vignoni.


Man merkt: Italien und vor allem auch die beliebte Toskana haben kulinarisch doch viel mehr auf dem Kasten als nur Pasta, Pizza oder Antipasti. Hier sollte man einfach mutig sein auch solchen Gerichten, wie beispielsweise dem Lampredotto eine Chance geben. Dem kulinarischen Road Trip steht also nichts im Weg. Am besten ab hinters Steuer, > die passende Musik auf die Ohren und schon kann es losgehen.